Prof. Dr. med. Holger Gassner/Plastischer Gesichtschirurg (USA)

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FALTENKORREKTUR:
BOTOX

Die Behandlung mit Botulinum Toxin (Botox, Vistabel und andere) gilt seit vielen Jahren als der Standard zur Behandlung bestimmter Hautfalten im Gesicht. Dieses Medikament gilt als sicher und nebenwirkungsarm, wenn es von einem erfahrenen Arzt angewendet wird. Durch gezielte Schwächung der Muskelgruppen, welche Hautfalten verursachen, wird die Haut geglättet.

Hautfalten haben viele verschiedene Ursachen. Fehlende Elastizität, überschüssige Haut, reduziertes Unterhautfettgewebe und die Aktivität der Gesichtsmuskulatur spielen eine Rolle bei der Entstehung von Falten. Diese Faktoren beeinflussen die Bildung von Falten in verschiedenen Gesichtsbereichen unterschiedlich. Daher ist ihre Behandlung vielgestaltig und sollte der individuellen Situation angepasst werden.

So kommen Füllsubstanzen eher im Bereich der Wange oder der Nasolabialfalte zum Einsatz, da hier ein Volumenmangel häufig die Ursache der Faltenbildung ist. Peels oder Laser Behandlungen werden im Mundbereich oder auch flächig über das gesamte Gesicht eingesetzt, wenn z.B. feinere Fältchen, Farbveränderungen und Unregelmäßigkeiten der Hauttextur zu korrigieren sind. Größere Falten als Ergebnis eines Hautüberschusses, z.B. an Hals, Wange und Unterkiefer lassen sich oft nur durch sanfte chirurgische Maßnahmen, z.B. ein Face Lift behandeln.

Im Bereich der Stirn und seitlich der Lider (Krähenfüsse) entstehen Falten durch die ständige Aktivität der darunterliegenden Gesichtsmuskulatur. Daher werden diese Falten in der Regel am besten durch eine Injektion von Botulinum Toxin behandelt. Dieses Medikament schwächt die Aktivität der Muskulatur. Dabei ist darauf zu achten, dass die Aktivität der Muskulatur nicht komplett aufgehoben wird. Sonst kann es zu einer bewegungslosen, starren Mimik z.B. auf der Stirn kommen. Durch die Schwächung der Muskulatur glättet sich die darüberliegende Haut merklich. Dieser Effekt kann auch noch anhalten, wenn die Muskulatur ihre normale Aktivität wiedererlangt hat.

Botulinum Toxin ist ein Medikament, welches unter verschiedenen Handelsnamen, z.B. Botox, Vistabel oder Xeomin vertrieben wird. Der Wirkstoff wird nach Injektion gezielt von der Zelle aufgenommen und wirkt im Zellinneren.

Botulinum Toxin führt nicht zum Zelltod. Vielmehr greift es als “intelligentes Enzym” in den Zellstoffwechsel ein und verhindert, dass die Zelle ein Signalprotein nach außen transportieren kann. Dadurch kann der Nervenimpuls von der Nervenzelle nicht an die Muskelzelle weitergeleitet werden, der Muskel zieht sich nicht mehr zusammen. Die Wirkung von Botulinum Toxin im Zellinneren läßt nach etwa 3 Monaten nach. Nach diesem Zeitraum funktioniert der Zellstoffwechsel der Nervenzelle wieder vollständig. Die Signale werden wieder weitergeleitet, der Muskel kann sich wieder zusammenziehen. Das Botulinum Toxin, welches aus Eiweisen besteht, wird in seine Bestandteile zerlegt und verdaut.

Die Wirkung von Botulinum Toxin ist immer vorübergehend. Daher wären mögliche Nebenwirkungen auch nur vorübergehend. Vergiftungen mit Botulinum Toxin, wie sie im Mittelalter beschrieben wurden, rühren daher, dass sehr große Mengen von Botulinum Toxin durch verdorbene Nahrungsmittel aufgenommen wurden. Dadurch kam es zur Lähmung der Atemmuskulatur. Die Menge, die für eine solche Vergiftung notwendig wäre, entspräche mindestens 30 einzelnen Botulinum Toxin Fläschchen, also einer extrem großen Menge. Solche Wirkungen sind in der Literatur nach Behandlungen im Gesichtsbereich nie beschrieben worden. Das Medikament Botulinum Toxin gilt in der Hand eines erfahrenen Arztes als sicher und nebenwirkungsarm.

Die Wirksamkeit von Botulinum Toxin tritt ein, wenn im Zellinneren eine ausreichende Menge eines Transportproteins deaktiviert ist. Dies ist in der Regel nach 24 – 72 Stunden der Fall. Dann ist die Signalweiterleitung vom Nerven zur Muskelzelle unterbrochen, der Muskel zieht sich nicht mehr zusammen. Klinisch erkennt man dies zum Beispiel auf der Strin, weil sich die Haut nicht mehr so deutlich in Falten legen kann. Die Wirkung dauert in der Regel etwa 3 Monate an. 

Botulinum Toxin verringert die Aktivität der mimischen Muskulatur. So verläuft zum Beispiel unter der Stirnhaut der Stirnmuskel (musculus frontalis). Dessen vertikale Faserzüge legen die darüberliegende Stirnhaut in horizontal ausgerichtete Falten. Aufgrund des sich ständig wiederholenden Zusammenziehens des Muskels entwickeln sich langsam verbleibende Veränderungen im Bindegewebe der Haut. Diese werden als Falten sichtbar. Wird der darunterliegende Muskel über einen längeren Zeitraum geschwächt, erholt sich das Bindegewebe der darüber liegenden Haut, die Hautfalten werden weniger sichtbar. Bei wenig ausgeprägten Falten kann dies zu einem kompletten Verschwinden führen, sehr tiefe Falten können sich bis zu 70 % zurückbilden.

Die Muskel schwächende Wirkung von Botox läßt etwa nach 3 Monaten nach. Allerdings hält die indirekte Wirkung von Botulinum Toxin auf die darüberliegenden Hautfalten länger an. Die genaue Wirkdauer ist von Patientin zu Patientin unterschiedlich und liegt etwa im Bereich von 4 – 7 Monaten. Durch eine relativ frühzeitige Nachbehandlung nach etwa drei Monaten kann der Effekt auf die darüber liegende Haut verstärkt und merklich verlängert werden.
Eine moderne Faltenbehandlung mit Botulinum Toxin muss zum Ziel haben, eine zu deutliche Schwächung der Gesichtsmuskulatur und damit ein bewegungsarmes oder maskenhaftes Erscheinungsbild zu vermeiden. Hier kommt es auf die Erfahrung des Arztes an. Die Injektionen sollten genau so dosiert werden, dass z.B. eine natürliche Restbeweglichkeit der Augenbrauen erhalten bleibt, während die oberen Stirnabschnitte deutlich genug geschwächt sind, damit sich die Stirnfalten wie gewünscht zurückbilden.
Keine Maßnahem in der Medizin ist ohne Nebenwirkung oder Risiko. Botulinum Toxin gilt aber in der Hand eines erfahrenen Arztes als risiko- und nebenwirkungsarm. Vor der Erstbehandlung wird Ihnen Professor Gassner eine Reihe von Fragen zu möglichen Vorerkrankungen, Allergien und anderen Medikamenten stellen. Erst nach einer umfassenden Analyse Ihre medizinischen Vorgeschichte kann eine Injektion mit Botulinum Toxin durchgeführt werden.

Professor Gassner gilt als besonders erfahrener Anwender von Botulinum Toxin im Gesicht. Prof. Gassner beschäftigt sich seit über einem Jahrzehnt in wissenschaftlichen Studien mit diesem Medikament. So hat er z.B. die Behandlung heilender Gesichtswunden mit Botulinum Toxin erstbeschrieben und für diese Arbeiten renommierte wissenschaftliche Preise erhalten.